Berliner Sportschützen Heros Neukölln e.V. gegr. 1891
Berliner Sportschützen Heros Neukölln e.V. gegr. 1891

CHRONIK

Über 100 Jahre BSN-Heros ...

 

Der Schutzenverein "Berliner Sportschützen Heros Neukölln e.V. gegr. 1891" ist aus drei Vereinen hervorgegangen, die heute allein nicht mehr bestehen würden. Der älteste Verein ist der Schützenverein Heros für Kleinkaliber und Zimmerstutzen.

 

Das Gründungsjahr ist der 24. November 1891, die Eintragung in das Vereinsregister fand am 6. Februar 1935 im Amtsgericht Charlottenburg statt. Dieser Verein hatt seine ersten Schießstände in Gaststätten und wurde nach dem Krieg vom Sportamt Neukölln betreut, weil sich seine Geschäftstelle immer in Berlin-Neukölln befand.

 

1960 verzog der Verein nach Berlin-Tempelhof, Mariendorfer Damm 125. Auf diesem Gelände fanden früher Amateur-Boxkämpfe statt.

 

Die Kleinkaliber Sportschützen Neukölln e.V. wurden 1930 gegründet und waren ein ziviler Ableger des Polizei-Sport-Vereins. Nach der erzwungenen Auflösung während des Krieges fanden sich 1951 frühere Mitglieder zur Wiedergründung zusammen und betrieben ihren Sport ebenfalls in Neuköllner Gaststätten, zuletzt ab 1956 in der Hasenheide als Untermieter bei der Berliner Schützengesellschaft (BSG) unter 1. Vorsitzenden Fritz Seitner.

 

Dort stieß der Verein auf die ebenfalls als Untermieter trainierenden "Berliner Sportschützen", die seit 1955 unter der Führung des Vorsitzenden Günter Grodka bestanden.

 

1968 schlossen sich die beiden Vereine unter dem Namen "Berliner Sportschützen Neukölln e.V. 1930" zusammen und blieben zunächst Untermieter.
Wir wurden ein leistungsstarker Wettkampfpartner, der durch Neuaufnahmen weiter verstärkt werden konnte. Günter Grodka übernahm die Führung des Vereins und Fritz Seitner war sein Stellvertreter.

 

Mit Schützen wie Jürgen Stein, Jürgen Gerlach, Heinz Kemker und Gerd Ohainski wurden die Leistungen wieder an die Verbandsspitze herangeführt, die der KKS bis 1960 mit inne hatte. Egon Schreiber, William Grenzow, Horst Jennrich und Wolfgang Hoffman sind noch immer stolz darauf, daß sie als Außenseiter dreimal nacheinander die Gilde Spandau und den KKS Berlin beim Früjahrs- Eröffungsschießen in den Jahren 1957-59 schlagen konnten.

 

Mit Brigitte Frelkiewicz - seit 1961 verheiratet mit Wolfgang Hoffmann - stellten wir fünf Jahre nacheinander in den Jahren 1958-62 die Berliner Damenmeisterin und die Dritte der Deutschen Meisterschaft 1958.

 

Noch fehlte für die Weiterentwicklung der eigene Stand.
Auf Beschluß der Mitglieder der Berliner Sportschützen Neukölln wurde 1972 das

Domizil auf Einladung des Sportvereins Heros e.V. 1891 nach Berlin-Tempelhof, Mariendorfer Damm 125 verlegt.

 

Ein Jahr später hielten nunmehr die Mitglieder beider Vereine einen Zusammenschluß für angebracht. Dieser wurde unter dem Namen "Berliner Sportschützen Heros Neukölln e.V. 1891" beschlossen. Der Verein unterstellte sich der Betreuung des Sportamtes Tempelhof und ist seitdem ein Tempelhofer Schützenverien, der im Rahmen des Schützenverbandes Berlin-Brandenburg durch sportliche Erfolge einen guten Namen erhalten hat. Der Berliner Meisterschaft 1975 in den Gewehr-Disziplinen u.a. mit Lutz Werner war ein sichtbares Zeichen. Die Vereinsführung lag in den Händen von Günter Grodka und Harry König.

 

1976 kam ein sportlicher Aderlaß durch den Übertritt der gesamten 1. Gewehrmannschaft zur Gilde Charlottenburg, der von uns nicht so schnell verkraftet werden konnte. Aus beruflichen und anderen Gründen entstanden weitere Lücken bei den Schützen. Die Mitgliederzahl stieg aber wieder an und der Verein verfügte bald über 120 Mitglieder, davon 30 Jugendliche.

 

Die Jugendarbeit war in diesen Jahren erfolgreich und versprach unter ihrem Jugendleiter Peter Skibinski einen weiteren Aufstieg.

 

1978 wurde der alte Herosstand erneuert sowie durch ein preisgünstig erworbene Postbaracke um einen zusätzlichen kleinen Aufenthalsraum mit Theke, einen Tresorraum und Sanitäreinrichtungen erweitert. Für wohlige Wärme sorgte eine Propangasheizung.

 

In der Nacht vom 6. zum 7. Juli 1980 schlug der Feuerteufel zu und vernichtete durch Brandstiftung das gerade erstellte Schützenheim mit seinen Schießständen. In dieser schweren Zeit erwiesen sich die Mitglieder des Schützenvereins der U- Bahn als echte Kameraden und stellten uns ihre Schießstände zur Verfügung.

 

So konnten wir unser Training, das Trimm-Schießen und unsere Mitgliederversammlungen aufrecht erhalten und weiter Wettkämpfe austragen.

 

Eine Wiederherstellung der Räume hätte einen halben Neubau bedeutet - wieder aus Holz. Also blieb vollständiger Neubau, Auswandern oder Vereinsaufgabe. Unser damaliges Ehrenmitglied Stadtrat Axel Gollmer bestärkte den vorhandenen Aufbauwillen, zuerst mußten jedoch mit dem Bezirksamt Verhandlungen um einen längergültigen Pachtvertrag geführt werden. Auch war ein Bedarfsplan für die Nutzung des Grundstückes zuJugendzwecken noch im Wege. Dennoch wurden schon Mitte August 1980 die ersten Entwürfe für den Neubau erstellt. Bei Hoffmans entstand ein Plannungsbüro. Ein Aufbau in Holz wurde verworfen. Bernd Schröder, unser 2. Vorsitzender, hatte die Idee, mit Betonfertigteilen der Firma "3S" zu bauen.

 

Durch intensiven Arbeitseinsatz unserer Mitglieder und finanzielle Hilfe des Senats sowie des Bezirksamtes Tempelhof konnten wir ein neues festes Heim mit 16 Schießständen erstellen und im März 1982 einweihen.

 

Auch die Geselligkeit kommt in unserem Verein nicht zu kurz.

 

Unser Stammtisch findet am Trainingstag Mittwochs einen regen Zuspruch.

 

Wer mehr über unseren Verein wissen möchte, der wendet sich bitte an den 1. Vorsitzenden, Christian Schlenzig.

 

 

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